Was Hypnose ist – und was nicht

Moritz Rudolf im Gespräch in seiner Praxis

Hypnose ist die Umgehung des kritischen Faktors des Bewusstseins und das Etablieren von akzeptablem selektivem Denken.

Was bedeutet das? Es bedeutet ganz einfach, dass du eine Information vorbehaltlos als wahr akzeptierst. Du hinterfragst nicht, was du da siehst, hörst, liest oder wahrnimmst.

Normalerweise gibt es in deinem Bewusstsein einen unsichtbaren Zensor – als kritischer Faktor bezeichnet. Dessen Aufgabe ist es, alle ankommenden Daten zu prüfen und zu entscheiden, ob sie akzeptiert werden oder nicht. Er ist wie ein Türsteher, der entscheidet, wer in den Club kommt.

Falls irgendeine Suggestion für dich nicht akzeptabel wäre oder gar unethisch, würde dein Zensor innerhalb einer Millisekunde eingreifen und diese Suggestion direkt zurückweisen. In Hypnose lässt du zu, dass der Zensor eine Pause macht. Du erlaubst, dass akzeptable Suggestionen in dein Unterbewusstsein hineinkommen, wo sie auf deine „Festplatte“ geschrieben werden.

Der Zensor ist dabei aber immer wach und funktionstüchtig. Wie ein Bodyguard verlässt er seine Position als Türsteher, aber lässt dich aus dem Hintergrund keine Sekunde aus dem Auge. Du hast also während einer Hypnosesitzung jederzeit die volle Kontrolle. Tatsächlich bist du geistig sehr viel wacher als normalerweise. Auch wenn dein Körper dabei sehr entspannt sein kann, du schläfst nicht. Du bekommst mit, was geschieht, kannst denken und reden. Bewegen darfst du dich auch.

Entspannung ist keine Voraussetzung für Hypnose. Hypnotisieren lässt sich jeder, der es möchte und einfache Anweisungen befolgen kann.

Hypnose kann je nach Typ, Tagesform und Suggestionen sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Manche haben intensive Bilder, Gefühle oder Empfindungen, für andere ist es, als würden sie mit geschlossenen Augen dasitzen und einfach zuhören.

Damit eine Suggestion durch Hypnose in dein Unterbewusstsein hineinkommen und wirken kann, musst du wollen und erwarten, dass sie funktioniert. Wenn das geschieht, dann kann sich dein Leben dramatisch verbessern.

Der Grund dafür ist, dass dein Unterbewusstsein den Großteil deines Verhaltens kontrolliert. Dein Bewusstsein dagegen ist für die Willenskraft zuständig. Ähnlich wie bei einem Computer lässt sich das Unterbewusstsein als Festplatte und das Bewusstsein als Arbeitsspeicher (RAM) begreifen.

Was glaubst du, wer sich durchsetzt, wenn dein Programm im Unterbewusstsein nicht mit dem übereinstimmt, was du zu wollen glaubst? Denk einfach mal an all deine gescheiterten guten Vorsätze fürs neue Jahr. Und dir wird klar werden, dass die Willenskraft es nicht mit der Programmierung in deinem Unterbewusstsein aufnehmen kann.

Die Programme in deinem Unterbewusstsein werden vom kritischen Faktor beschützt. Dazu gehören auch deine Glaubenssätze und alle Ideen und Informationen, die du einmal als wahr akzeptiert hast, selbst wenn sie falsch oder sogar gesundheitsschädlich sind.

Auch Gewohnheiten lassen sich viel einfacher durch Hypnose verändern. Bevor man eine Gewohnheit entwickelt, muss man sich bewusst entscheiden, z.B. beim Autofahren. Man muss innehalten und über alles bewusst nachdenken: bremsen, schalten, kuppeln, auf den Verkehr achten. Mit der Zeit entwickelt man Routine und wird besser darin, und irgendwann kann man fahren, ohne darüber nachzudenken. Viele Autofahrer kennen den Moment, wenn sie als Beifahrer dabei sind und ihren Fuß in die Fußmatte rammen, wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer sie schneidet. Obwohl sie wissen, dass sie das Auto dadurch nicht bremsen können, läuft eine automatisierte Reaktion ab. Das Verhalten unterliegt also nicht mehr der bewussten Steuerung, sondern läuft unbewusst ab. Genau deshalb ist es so schwierig, Gewohnheiten zu ändern.

Hypnose ermöglicht, auf die Programmierung deines Unterbewusstseins zuzugreifen. Du beeinflusst dein Verhalten direkt an der Quelle. Das ist der Grund, warum du in Hypnose lebenslange Gewohnheiten ändern und Ängste oder negative Glaubenssätze auflösen kannst.

Falls du denkst, dass du noch nie hypnotisiert wurdest – denk noch einmal darüber nach. Du wirst ständig hypnotisiert, ohne dass du es merkst. Zum Beispiel, wenn du dich vor dem Fernseher entspannst und dein Bewusstsein nur auf Autopilot läuft. Ist der Programminhalt emotional, ist dein Unterbewusstsein besonders aufnahmebereit.

Programmierung des Unterbewusstseins über das Fernsehen durch angstauslösende Nachrichtensendungen (Kriege, Terroranschläge, Naturkatastrophen, etc.), Propaganda und manipulierende Werbung sind nur einige Beispiele für „Wachhypnose“ in deinem Leben. Wer nicht weiß, dass er hypnotisiert wird, kann manipuliert werden. Die Programmierung läuft unter seinem Radar, und er bekommt nicht mit, dass er programmiert wird.

Wenn du dagegen zu mir oder einem anderen qualifizierten Hypnotiseur bzw. Hypnosetherapeuten kommst, lässt du dich wissentlich hypnotisieren. Daher kann dein kritischer Faktor dich jederzeit vor ungewollten Suggestionen schützen.

Wichtige Informationen zur Hypnosetherapie (Audio, 19 Min.). Diese Aufnahme bekommen meine Klienten zur Vorbereitung auf ihre erste Sitzung.

Wie aus einem Erlebnis ein Problem wird

Mit den meisten Emotionen wirst du von selbst fertig. Ärgerst du dich über eine unverschämte Bemerkung, kocht die Wut kurz hoch, und nach einer Viertelstunde ist sie verflogen. Du nimmst sie nicht mit nach Hause. Dein Organismus hat die Emotion verarbeitet und findet von allein ins Gleichgewicht zurück. Diese Fähigkeit nennt man Selbstregulation.

Bei Tieren lässt sich das gut beobachten. Eine Antilope, die einem Löwen entkommen ist, bleibt danach eine Weile stehen und zittert am ganzen Körper. Dabei verarbeitet sie die Todesangst. Hinterher ist sie wieder ganz Antilope.

Schwierig wird es, wenn eine Emotion nicht verarbeitet werden kann. Manchmal ist sie so stark, dass sie dich überfordert. Oder die Situation lässt nicht zu, dass du sie zeigst. Ein Kind, dem der Vater droht: „Hör auf zu heulen, sonst setzt es was!“, schluckt die Tränen hinunter. Die Traurigkeit und die Angst sind damit nicht weg. Ein anderes Beispiel: Ein 15-Jähriger verliert beide Eltern bei einem Autounfall und muss sich danach um seine drei jüngeren Geschwister kümmern. Für Trauer bleibt keine Zeit, er muss funktionieren.

Eine Emotion, die nicht verarbeitet wird, bleibt im Körper stecken. In der Physiotherapie habe ich erlebt, dass Patienten plötzlich anfingen zu weinen, während ich sie am Bauch oder am Hüftbeuger behandelte. Die Berührung hatte die alte Emotion wieder angestoßen. Gerda Boyesen, eine norwegische Psychologin und Physiotherapeutin, ging davon aus, dass Emotionen verdaut werden müssen, ähnlich wie Nahrung. Sie drückte auf Muskeln und hörte gleichzeitig mit einem Stethoskop den Bauch ab. Begann der Darm zu arbeiten, war das für sie ein Zeichen, dass sich an dieser Stelle etwas löste.

Die meisten Leute glauben, dass ein Trauma etwas ganz Schlimmes sein muss, ein schwerer Unfall, Kriegserfahrungen oder Missbrauch. Tatsächlich erscheinen traumatische Erfahrungen aus der erwachsenen Perspektive oft relativ unbedeutend. Entscheidend ist aber die Perspektive zum Zeitpunkt der Traumatisierung, und das ist meist die eines Kindes. Ist man im Moment von den Emotionen in der Situation überfordert, dann kann man sie nicht verarbeiten und sie bleiben stecken. So kann z.B. eine objektiv ungefährliche Situation, in der ein Vierjähriger seine Mutter im Kaufhaus aus den Augen verliert und wenige Minuten später wiederfindet, die Grundlage für Verlustängste legen. Solange eine Emotion feststeckt, kann sie dir zu schaffen machen, seelisch und, wenn es lange genug anhält, auch körperlich. Dein Organismus steht dann ständig unter Spannung. Je stärker sie ist, desto schlechter funktioniert die Selbstregulation und desto heftiger reagierst du auch auf Kleinigkeiten.

Nicht selten liegen solche Situationen vor dem sechsten Lebensjahr. Kleine Kinder beziehen alles, was passiert, auf sich. Wird ein Kind immer wieder heruntergemacht, kann es nicht erkennen, dass das mehr über die Eltern sagt als über das Kind. Das Kind zieht daraus einen Schluss über sich selbst, zum Beispiel „Ich bin nicht gut genug“ oder „Mit mir stimmt etwas nicht“. So entstehen Glaubenssätze. Sie wirken weiter, auch wenn die Situation selbst längst vergessen ist.

In der Hypnose gehen wir davon aus, dass das Unterbewusstsein keine lineare Zeit kennt. Es unterscheidet nicht zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alles ist Jetzt. Konnte eine Emotion nicht verarbeitet werden, wirkt die Situation, in der sie entstanden ist, deshalb so, als fände sie immer noch statt. Ein Teil von dir, eine Art inneres Kind, ist darin wie in einer Zeitschleife gefangen. Dasselbe Muster spielt sich immer wieder ab, weil dieser Teil nicht weiß, dass die Situation längst vorbei ist.

Die Ursache zu finden ist deshalb erst der Anfang. Viele Menschen wissen genau, woher ihr Problem kommt, und trotzdem ändert sich nichts. Kommt eine alte Erinnerung hoch, ohne dass die Emotion darin gelöst wird, ist sie nur wieder aufgewühlt. In der Hypnose geht es darum, wie du die Situation damals wahrgenommen hast, welche Emotionen sie ausgelöst hat und welche Glaubenssätze daraus entstanden sind. Die festsitzenden Emotionen lassen sich lösen, auch auf der körperlichen Ebene, und die Glaubenssätze können sich ändern. Dann ist die Situation auch für dein Unterbewusstsein vorbei.

Ist das geschehen, kann die Selbstregulation wieder funktionieren. Du wirst mit deinen Emotionen besser fertig, und es fällt dir leichter, dein Verhalten zu ändern.

Warum sich die Ursache ohne Hypnose so schwer lösen lässt

Als Kind nimmst du auf, was du erlebst, ohne es zu bewerten. Der kritische Faktor bildet sich erst bis etwa zum fünften bis siebten Lebensjahr aus. Was du bis dahin über dich und die Welt lernst, übernimmst du ungefiltert. Weil dir die Lebenserfahrung fehlt, schätzt du als Kind oder sogar als Baby manche Situationen falsch ein. So können negative Glaubenssätze entstehen.

Der kritische Faktor beschützt diese Glaubenssätze weiter, obwohl sie dir schaden. Er prüft nicht, ob etwas richtig oder falsch, gut oder schlecht ist. Alles Neue gleicht er mit dem ab, was du bisher als wahr akzeptiert hast, bewertet es und weist es zurück, wenn es nicht dazu passt. Was bekannt ist, gibt Sicherheit, und dein Unterbewusstsein muss dich vor Gefahren schützen. Deshalb lassen sich unbewusste Programme ohne Hypnose so schwer verändern. In der Hypnose ist dieser bewertende Teil passiv, so dass neue Ideen leichter akzeptiert werden können. Dadurch wird Veränderung möglich.

Die Ursache lässt sich unterschiedlich bearbeiten. Bei manchen Methoden werden die Gefühle und Emotionen aus den Situationen, in denen sie entstanden ist, noch einmal wachgerufen und anschließend aufgelöst. Bei anderen findet die Arbeit vor allem im Hintergrund statt. Es kann sein, dass du bewusst nicht einmal erfährst, worin die Ursache bestand. Es kann auch sein, dass du Zusammenhänge erkennst und es emotional wird, meist aber weniger detailliert und weniger intensiv. In jedem Fall behältst du jederzeit die Kontrolle. Dein Unterbewusstsein lässt das hochkommen, was du auch verträgst.

Wie eine Behandlung abläuft

Moritz Rudolf mit einer Klientin in seiner Praxis

Am Anfang steht ein kostenloses Erstgespräch per Video. Darin klären wir, worum es dir geht, ob Hypnose der richtige Weg für dich ist und was du erreichen möchtest. Wenn es passt, mache ich dir einen Vorschlag für ein individuelles Behandlungsprogramm.

Haben wir uns auf eine Zusammenarbeit geeinigt, dann bekommst du zur Vorbereitung deiner ersten Sitzung Informationen zur Hypnose und eine Audio-Hypnose. Außerdem bitte ich dich vorher um einige Informationen zu deiner Geschichte und deinem Thema. Damit beginnt die Veränderung schon vor der ersten Sitzung. Du beginnst dich zu sortieren und es kann sein, dass du schon Zusammenhänge erkennst, die dir vorher nicht aufgefallen sind. Diese Informationen nutze ich in der ersten Sitzung dann, um gezielt nachzufragen und genau herauszuarbeiten, wie und woran wir arbeiten.

Wie viele Sitzungen du brauchst, lässt sich nicht sagen, ohne dich und dein Thema zu kennen. Im Erstgespräch können wir den Umfang genauer eingrenzen. Bei einfachen Themen können ein bis zwei Sitzungen ausreichen, oft sind allerdings vier oder mehr Sitzungen nötig. In der Regel ist der Umfang aber deutlich geringer als zum Beispiel bei einer Verhaltenstherapie. Die Abstände legen wir so fest, wie es für dich passt. Meist bietet es sich an, zwischen den Sitzungen einige Wochen verstreichen zu lassen, damit Zeit für die Integration bleibt. Wenn du von weiter weg anreist, gibt es auch die Möglichkeit, zwei Intensivsitzungen an aufeinanderfolgenden Tagen zu machen.

Zwischen den Sitzungen hältst du fest, was sich verändert. Je nach Methode bekommst du außerdem Übungen, die dir helfen, die Veränderungen im Alltag zu festigen.

Zu Beginn legen wir gemeinsam fest, wo du stehst, konkret und messbar. Nach Abschluss der Behandlung kannst du so die erreichten Veränderungen klar nachvollziehen.

Was in einer Sitzung passiert

Die erste Sitzung beginnt mit einem ausführlichen Vorgespräch. Wir klären deine Fragen zur Hypnose und sprechen über dein Thema. Dabei schauen wir genau hin, wie sich das Problem zeigt, wie du bisher damit umgehst und was du stattdessen erreichen möchtest. Jede weitere Sitzung beginnt mit einem Rückblick: Was hat sich seit dem letzten Mal verändert?

Dann folgt die Hypnose. Wie dieser Teil aussieht, hängt von der Methode ab, von deinem Thema und davon, was wir uns für die Sitzung vorgenommen haben. Oft geht es darum, die Ursache zu finden und die Emotionen und Glaubenssätze aufzulösen, die daraus entstanden sind.

Meist sitzt oder liegst du dabei bequem und hast die Augen geschlossen. Es kann aber auch sein, dass du stehst und dich zum Teil durch den Raum bewegst.

Zum Schluss besprechen wir kurz, was passiert ist und was du bis zur nächsten Sitzung tun kannst.

Eine Sitzung dauert bis zu drei Stunden. Plane danach am besten keine Arbeit mehr ein, denn eine Sitzung kann sehr anstrengend sein. Manche spüren die Veränderung sofort und sind erleichtert oder sogar euphorisch, andere sind erst einmal erschöpft.

Meine Methoden

Ich arbeite mit verschiedenen Methoden. Vier davon stelle ich dir hier vor.

Regressionshypnose

In der Regressionshypnose erlebst du Situationen noch einmal, die du verdrängt oder vergessen hast. Dabei kommt es weniger auf die genauen Einzelheiten an als darauf, wie du als Kind wahrgenommen hast, was passiert ist, und was daraus entstanden ist: festsitzende Emotionen und negative Glaubenssätze.

Evolution Intervention

Evolution Intervention geht von den menschlichen Grundbedürfnissen aus. Die Methode nimmt an, dass Probleme entstehen, wenn das Bedürfnis zu überleben im Mittelpunkt steht, statt gleichberechtigt neben den anderen. Dreht sich alles ums Überleben, ist dein Nervensystem automatisch im Alarm- oder Abschaltmodus. Nach dieser Vorstellung sollten sich alle Grundbedürfnisse um dein authentisches Selbst drehen.

Dazu wird sehr klar herausgearbeitet, wie du dein Problem erlebst und welche Ursachen es hat, welche ungesunden Bewältigungsstrategien du entwickelt hast und wie es aussieht, wenn dein authentisches Selbst im Mittelpunkt steht. Die Gefühle und die Energie, die mit dem Problem, seinen Ursachen und diesen Bewältigungsstrategien verbunden sind, sollen aus dem Nervensystem gelöst werden. Das wirkt wie ein Reset. Danach wird die Energie deines authentischen Selbst verankert, und dein Unterbewusstsein bekommt einen neuen Fahrplan.

Yager-Code

Der Yager-Code arbeitet mit dem, was die Methode das Zentrum nennt: einer intelligenten Instanz deines Verstandes, die außerhalb deines Bewusstseins liegt. Das Zentrum kann mit den verschiedenen Anteilen deines Unterbewusstseins kommunizieren und sie umkonditionieren, wenn wir ihm sagen, was es tun soll. Eine Trance ist dafür nicht zwingend nötig. Der Yager-Code funktioniert gut bei Menschen, die sehr verkopft sind oder sich Dinge nicht bildlich vorstellen können. Und wer nicht über sein Thema sprechen möchte, muss das auch nicht. Ich muss es nicht einmal kennen. 2015 war ich einer der zehn ersten von Edwin Yager persönlich zertifizierten Yager-Therapeuten in Deutschland.

Simpson-Protokoll

Das Simpson-Protokoll geht von einem Überbewusstsein aus, einem Teil von dir, der mehr weiß als dein Bewusstsein. In tiefer Hypnose stelle ich ihm Fragen und gebe ihm Anweisungen, und es arbeitet an der Ursache, ohne dass du bewusst verstehen musst, was passiert. Wie beim Yager-Code musst du nicht über dein Thema sprechen. Das Simpson-Protokoll funktioniert gut bei Menschen, die sehr analytisch denken oder sich Dinge nicht bildlich vorstellen können.

Weitere mögliche Veränderungen

Die Veränderung muss nicht auf das Thema beschränkt bleiben, an dem wir arbeiten. Gedanken, Gefühle, Körper und Verhalten hängen zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb kann sich auch dort etwas verändern, woran wir gar nicht gezielt gearbeitet haben.

Ungelöste Emotionen binden Energie, ebenso ungesunde Bewältigungsstrategien wie Gedankenkreisen oder Vermeiden. Fällt diese Belastung weg, steht dir die Energie wieder zur Verfügung. Viele Klienten berichten von einem spürbar höheren Energieniveau und einer neuen Leichtigkeit im Alltag. Erste Ergebnisse zeigen sich in vielen Fällen bereits früh in der Behandlung.

Manche Klienten sind bei gleicher Belastung weniger erschöpft oder schlafen besser. Andere fangen wieder mit ihrem Hobby an. Wer sich früher schnell aufgeregt hat, bleibt gelassener. Es kann auch sein, dass du dich länger konzentrieren oder dir mehr merken kannst. Auch andere Ängste oder Phobien können nachlassen. Bei manchen lösen sich hartnäckige Verspannungen oder Schmerzen, oder sie nehmen gesund ab.

Dass sich auch körperliche Beschwerden verändern können, hat mit dem vegetativen Nervensystem zu tun. In der Sprache der Hypnose lässt es sich als dein Unterbewusstsein verstehen. Mit seinen beiden Gegenspielern, Sympathikus und Parasympathikus, steuert es Vorgänge in deinem Körper, die ohne dein bewusstes Zutun ablaufen. Es beeinflusst zum Beispiel die glatte Muskulatur. Anders als die Skelettmuskeln, mit denen du dich bewegst, kannst du sie nicht willentlich steuern. Sie transportiert die Nahrung durch den Darm und regelt die Weite der Blutgefäße und der Atemwege. Außerdem steuert das vegetative Nervensystem die Ausschüttung von Hormonen, etwa des Stresshormons Adrenalin, und die Tätigkeit vieler Drüsen. Schweiß- und Tränendrüsen zum Beispiel werden von Zellen entleert, die ähnlich wie glatte Muskulatur arbeiten.

Wie eng das mit deinen Gefühlen zusammenhängt, weiß der Volksmund längst: „Ich habe Schiss.“ Angst kann über die glatte Muskulatur im Darm tatsächlich Durchfall auslösen. Stress kann zu unwillkürlicher Anspannung der Skelettmuskulatur und dadurch zu Schmerzen führen. Weil Hypnose mit dem Unterbewusstsein arbeitet, kann sie auch auf diese Vorgänge einwirken. Beim Reizdarm zeigen Studien das seit 1984.

Ich selbst hatte jahrelang Pollenallergien. 2011 habe ich sie mit dem Yager-Code in wenigen Sitzungen aufgelöst. Seitdem bin ich beschwerdefrei.*

Weitere Anwendungsgebiete

Ich konzentriere mich auf drei Schwerpunkte. Darüber hinaus setze ich Hypnose auch bei anderen Themen ein, zum Beispiel:

Flugangst · Höhenangst · Angst vor Spinnen oder Hunden · Zahnarztangst · Prüfungsangst

Stress · Schlafstörungen · Depressionen · Leistungssteigerung

Heuschnupfen und andere Allergien · Neurodermitis · Schuppenflechte · Reizdarm · Reizblase · Schmerzkontrolle

Raucherentwöhnung · Nägelkauen · Stottern

Bei körperlichen Erkrankungen und Depressionen ersetzt Hypnose keine ärztliche Diagnose und Behandlung. Sie kann die Behandlung ergänzen.

Ob Hypnose bei deinem Thema der richtige Weg ist, klären wir im Erstgespräch.

FAQ

Schlafe ich in Hypnose?

Nein. Dein Körper kann sehr entspannt sein, aber du bist geistig wach. Du bekommst mit, was geschieht, und kannst denken und reden.

Was ist, wenn ich mich nicht entspannen kann?

Körperliche Entspannung ist keine Bedingung für Hypnose.

Bin ich in Hypnose willenlos?

Nein. Hypnose ist ein sehr gutes Mittel, um dich zu befähigen, etwas zu tun oder zu erreichen, was du ohnehin schon willst. Sie ist aber ungeeignet, dich dazu zu bringen, etwas zu tun, was du nicht tun möchtest. Du wirst also weder Geheimnisse wie deine PIN verraten noch etwas tun, was deinen Ethik- oder Moralvorstellungen widerspricht. Aus diesem Grund bedrohen Bankräuber den Kassierer auch mit einer Waffe, statt ihn zu hypnotisieren.

Ich habe einen sehr starken Willen. Kann ich trotzdem hypnotisiert werden?

Ja. Wie stark dein Wille ist, hat nichts damit zu tun, wie gut du hypnotisierbar bist. Wenn überhaupt, spricht es eher für Willensstärke, wenn du dich bewusst auf den Prozess einlassen kannst. Voraussetzung ist nur, dass du es möchtest und einfache Anweisungen verstehen und befolgen kannst.

Ich bin skeptisch. Kann Hypnose trotzdem bei mir wirken?

Ja. Du musst vorher nicht davon überzeugt sein, dass Hypnose funktioniert. Entscheidend ist, dass du dich in der Sitzung darauf einlässt.

Kann ich in Hypnose steckenbleiben?

Nein. Hypnose ist wie Tagträumen, und bisher ist noch niemand in einem Tagtraum steckengeblieben. Im schlimmsten Fall würdest du einfach einschlafen. Aufwachen kannst du aus der Hypnose allerdings tatsächlich nicht, da du ja nicht schläfst.

Für wen ist Hypnose nicht geeignet?

Bei Psychosen und Schizophrenie arbeite ich nicht mit Hypnose. Sie ist außerdem ungeeignet, wenn jemand nicht bereit oder nicht in der Lage ist, Anweisungen zu befolgen, oder die Behandlung oder die Suggestionen innerlich ablehnt.

Was sind die Vorteile von Hypnose gegenüber klassischen Therapieverfahren?

Du musst nicht monatelang auf einen Therapieplatz warten, denn du zahlst die Behandlung selbst. Außerdem braucht es bis zu greifbaren Ergebnissen in der Regel deutlich weniger Sitzungen als zum Beispiel bei einer Verhaltenstherapie.

Was kostet die Hypnosebehandlung?

Das hängt davon ab, wie umfangreich deine Behandlung wird, und das lässt sich erst im Erstgespräch einschätzen. Wenn es passt, bekommst du dort einen Vorschlag für dein Behandlungsprogramm und den Gesamtpreis dafür. Ich rechne nicht nach Stunden ab, so dass die Kosten vor Behandlungsbeginn völlig transparent sind.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung etwas erstattet, hängt von deinem Vertrag ab. Oft ist es nur ein Bruchteil, und manche Verträge schließen Hypnose aus, auch wenn sie andere Heilpraktikerleistungen erstatten. Frag am besten vorher bei deiner Versicherung nach.

Wo finden die Sitzungen statt?

Vor Ort in meiner Praxis in Berlin oder online von überall auf der Welt. Das Werkzeug des Hypnotiseurs sind Worte. Darum lässt sich online genauso gut mit Hypnose arbeiten wie in der Praxis. Sitzungen können auf Deutsch oder Englisch stattfinden. Termine nur nach Vereinbarung. Das kostenlose Erstgespräch buchst du direkt online.

Fragen, die hier offen geblieben sind, beantworte ich dir im Erstgespräch.

Heilpraktiker seit 2009

* Erfahrungsberichte auf dieser Seite, auch mein eigener, geben persönliche Erfahrungen im Einzelfall wieder. Sie sind kein Heilversprechen und lassen keinen Rückschluss auf die Wirkung bei anderen zu.

** Die Noten auf Google und ProvenExpert beruhen auf Bewertungen seit 2014. Zu Bewertungen auf ProvenExpert und Google lade ich Klienten ein. Die Gesamtnote auf ProvenExpert enthält außerdem Bewertungen, die ProvenExpert von Google übernimmt und nicht selbst prüft. Google prüft Bewertungen automatisch. Nicht jede Google-Bewertung kann ich einem Klienten zuordnen, etwa wenn jemand anonym oder ohne Einladung bewertet.